Donnerstag, 17. Januar 2013

Projekt Mixtape 2013, Januar

So, ich starte jetzt mal den Versuch, aktiv am Bloggerleben teilzunehmen! Ich bin eben auf den Blog von Anja gestoßen, die ein interessantes Projekt gestartet hat: Projekt Mixtape 2013. Jeden Monat gibt sie ein Thema vor, zu dem man etwas schreiben kann, wenn man möchte, alles zum Thema Musik. Das Januar-Thema lautet:


Schwierig. Ich habe mir lange den Kopf darüber zerbrochen, schließlich war 2012 lang! Ich habe viele Lieder gemocht, geliebt und totgehört. Im Endeffekt blieb nur ein Lied übrig, das ich tatsächlich in den verschiedensten Situationen gehört habe, immer wieder gehört, aber nicht totgehört. Wer mich kennt, wird sich denken können, von welcher Band es kommt... :-) Es ist:




The Great Gig in the Sky
von Pink Floyd.

Tatsächlich konnte ich lange Zeit wenig Floyd hören, letztes Jahr gab es ein paar wenige Lieblinge, die ab und zu mal liefen, darunter eben The Great Gig in the Sky.

Das Lied berührt mich ungemein, bei jedem Hören bekomme ich eine leichte Gänsehaut. Ich kann das Gefühl schlecht beschreiben, man muss es selbst ausprobieren! Das Lied kommt ohne viel Text aus, den man in irgendeiner Weise interpretieren kann oder muss, einzig eine Textstelle am Beginn des Liedes besagt, worum es geht:

"And I am not frightened of dying, any time will do, I
don't mind. Why should I be frightened of dying?
There's no reason for it, you've gotta go sometime.
If you can hear this whispering you are dying."


Und dann legt sie los. Clare Torry legt eine absolut grandiose Improvisationsnummer hin. Ich kann mich erinnern, wie ich damals mit dem Exfreund meiner Mutter im Auto saß, auf dem Weg irgendwohin, durch den Wald. Es lief „The Great Gig in the Sky“, ich erinnere mich gut, ich fand es grausam. „Wie kann man sich so etwas nur freiwillig anhören?“, lautete meine Frage an ihn. Er antwortete: „Wart ab... In ein paar Jahren kannst du davon nicht genug kriegen“. Und voilá... Hier sind wir, im Jahre 2013, ich habe meine mündliche Abschlussprüfung über Pink Floyd gehalten, Zeitschriften gekauft, die Artikel über die Band enthielten, etc. - Ich bin Fan. Er hatte also Recht!

Der Grund dafür, dass es mein Song 2012 geworden ist, ist Folgender: Das Jahr ist von vielen Höhen und Tiefen geprägt und gerade in den schlechten Zeiten gab es kaum ein Lied, das mich so sehr beeinflusst und geprägt hat wie dieses. War ich wütend: The Great Gig. War ich traurig? The Great Gig. Wusste ich nicht weiter? ... Ihr könnt es euch denken. ;-)
 
Der Song ist auf dem Album "The Dark Side of the Moon" aus dem Jahr 1973, das das erste Konzeptalbum von Pink Floyd ist. Die Leitfrage des Albums lautet: "Was treibt Menschen in den Wahnsinn?" Inspiration dazu gab Syd Barrett, ehemaliges Bandmitglied und Genie, der in den Drogensumpf gerutscht ist und nicht mehr rauskam. Das Album macht eigentlich nur als Ganzes Sinn. Der Titel des Albums ist auf ein Bonmot (ein geistreicher Wortwitz) von Mark Twain zurückzuführen, laut dem jeder Mensch ein Mond sei, dessen dunkle Seite er niemandem zeigen würde.
 

Wenn es ein Stück gibt, das ich als absolutes Must-Hear meiner Lieblingsband angeben würde, wäre es definitiv das. Nie wieder so gut gehört. Clare Torry hat auch außerhalb dieses Songs Musik gemacht, 60er- und 70er-Musik eben, leider überhaupt nichts Besonderes im Gegensatz zu diesem … Meisterwerk. Ja... In meinen Augen ist es das.

Hört es euch an, lehnt euch zurück, schließt die Augen und genießt.
(Kommt natürlich besser in Originalqualität von der CD...)
Leider finde ich es nur in den verschiedensten Live-Versionen... Wenn schon live, dann P.U.L.S.E.
Hier nochmal im Original dabei (ab 14:35):
 

Eure Carina.
 
 
 
.... und wieder komme ich nicht davon los. :-)

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